Narrenzunft Biberschwanz Bietingen e.V.

Schmutzig' Dunschtig

Der grösste Feiertag der schwäbisch- alemannischen Fasnacht, der „Schmutzige Dunschtig" beginnt für die Narren bereits um 5.00 Uhr. Die Holzer ziehen, gestärkt durch ein gemeinsames Frühstück, das bereits am Vorabend eingenommen wird, mit allerlei Musik- und Krachinstrumenten durchs ganze Dorf, bis auch der letzte Narr wach ist.
Dass dabei auch schon mal eine Karbitkanone ihren Einsatz gefunden hat, sei hier nur am Rande erwähnt, klagten doch einige Holzer durch das im Karbit enthaltene Maulwurfentsorgungmittel über üble Kopfschmerzen.

Im Laufe des Vormittags werden nacheinander Biberburg (damals Rathaus), Schule und Kindergarten gestürmt, befreit und für die Dauer der Fasnacht unter die Herrschaft der Narretei gestellt. Ortschaftsräte, Lehrer und Kindergärtnerinnen werden gefangen genommen und zur Henkersmahlzeit, einer optisch wunderbar aufgemachten Kuttlesuppe, in das Clubheim am Sportplatz abgeführt.

Um 14.00 Uhr beginnt am Gasthaus Kranz der Narrenbaumumzug. Dieser geht, angeführt durch das Symbol der Fasnacht dem Narrenbaum durch das ganze Dorf.
An Geschäften und Wirtschaften findet für den Narrensamen das geliebte Guezelewörfe statt. Um Brauchtumsunkundigen dieses etwas verständlicher zu machen, hier der anzuwendende Bettelruf:

Dialekt

Giezig, giezig, giezig
isch desell,
Und wenn desell
id giezig wär,
Denn gäb er au
e Guezle her.

Hochdeutsch

Geizich, geizich, geizich
ist jener dort,
Und wenn jener dort
nicht würde so geizich leben,
Dann würde er auch
ein Lutschbonbon hergeben.

Am Ende des Umzuges wird der Narrenbaum dann mit viel Hau-Ruck in das dafür vorgesehene und vorab gwiesslete Narrenbaumloch gestellt. Der abendliche Hemdglonkerumzug bei Fackelschein und Narrenmarsch bildet mit dem anschliessenden Hemdglonkerball den Abschluss des Schmutzigen Dunschtigs.

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